
Der Abend wurde eröffnet von einer aus Dänemark stammenden, in Amerika lebenden Künstlerin namens Laura Jansen, einem zauberhaften
Geschöpf, das schon mit dem ersten Song klar machte, welche musikalischen Einflüsse sie kultiviert hat. Hätte ich es nicht besser gewußt,
ich hätte geglaubt, auf einem Aimee Mann Konzert zu sein. Im Laufe des ihres Sets schaute auch noch Tori Amos vorbei und auch wenn Laura
das Rad nicht neu erfindet und die Songs bisweilen auf angenehme Art "einfach" gehalten sind, wußte sie sowohl mich als auch den Rest des
Publikums zu begesistern.
Doch als nach kurzer Pause William Fitzsimmons die Bühne betrat, verschlug es uns allen die Sprache. Ich habe selten eine so samtweiche,
zart melancholische, klare Stimme gehört. Mit bittersüßem Humor führte er uns von einem traurigen Song zum nächsten und umarmte jedes traurige
Herz ohne jemals einen Zweifel daran zu lassen, daß wir an unserem traurigen Schicksal nichts ändern können. Und so hob er das einzige Lied,
das seiner Meinung nach etwas Hoffnung atmet auch besonders hervor. Dennoch war der Abend in keinster weise traurig oder gar düster sondern
wärmend wie ein Spaziergang in der Herbssonne.
Fitzsimmons hat mir auf jeden Fal eines der besten Konzerte des Jahren beschehrt. Vielen Dank...
Das war doch mal ein richtig gutes Beispiel wie leicht ein schlechtes Publikum ein Konzert versauen kann. Dabei ist „schlecht“ das falsche Wort. Nerdy muckermäßig trifft es wohl eher. Es waren wohl 70% der Anwesenden selber Musiker und sind vor allem auf dem Konzert erschienen um ihren Vorbildern zu huldigen und sich das Equipment anzusehen. Im krassen Gegensatz dazu standen in der ersten Reihe zwei Mädels die verdächtig nach HIM Fans aussahen und sich auch so verhalten haben. Bereits nach 2 min standen der ersten die Tränen der Rührung in den Augen, während die andere unablässig ihre „Devilhands“ (das Heavy Metal Symbol, bei dem man Zeigefinger und Kleinen Finger abspreizt) gen Bühne streckte...Vollkommen deplaziert, den wenn die Musik von Blackfield eines nicht ist, dann hart und evil. Ich fühlte mich von ihrer Musik und dem ganzen Konzert sehr an 80iger Prog-Pop Bands wie Marillion erinnert und hätte mir tatsächlich etwas mehr Härte oder einfach ROCK gewünscht. Dennoch war das Konzert gut, da ihre Musik wirklich toll ist. Aber ich glaube Porcupine Tree (von denen Blackfield ein Seitenprojekt sind) lohnen sich mehr....
10:01Uhr in den Zug mit paar Mitfahrern und ab 10:53Uhr dann auch mit Krieger, der in Dessau dazu gestiegen ist.
Nach langer Fahrt mit tollen Erlebnissen und netten Mitfahrern (10 verschiedene?) kamen wir dann 18:17Uhr in Bochum an und waren
dann 19Uhr an der Zeche.
Total chice Location mit tollem Aufbau und eigentlich auch gutem Sound. Ein Mitglied von Aereogramme betreute den Merchandisingstand
und Kriegerchen schwatzte auch gleich mit ihm und beschwerte sich über 2 abgesagte Termine in Dresden.
Epo-555:
Ja die waren ganz lustig und wir waren die einzigen von den wenigen Leuten die in der Nähe der Bühne standen und dazu auch
noch tanzten. Nach dem ersten Song forderte der Sänger dann noch das Publikum näher zu kommen, damit er sie sehen könne,
was aber nicht hieß, dass sie ab jetzt sich bewegen würden. Die Band machten einen frischen Sound mit vielerlei Wendungen und
kleinen Sounds wie die einer Triola. Es machte wirklich Spaß, war aber nix Überwältigendes. Dänemark war ihre Herkunft,
nur so als Info.
Pale:
Kölner Band, die nicht zuletzt durch das Aussehen des Sängers an die Beatsteaks erinnerten, aber waren weitaus nicht so
stimmungsvoll und impulsiv wie die Berliner. Schade eigentlich, aber tanzbar war es allemal, jedenfalls für 2 Leute. ;-)
AEREOGRAMME:
Die Bühne mußte für die Schotten komplett umgebaut werden und das wurde sie auch. Dann kamen Bühne behaarte
Männer, für meine Begleitung genau richtig, auf die Bühne und starteten gleich mal mit 3 ihrer unser Meinung nach
besten Song darunter auch "a life worth living". Aufeinmal war die Halle gefüllt, aber das wirkte nur so, da alle ein
Mindestradius von einem halben Meter um sich hatten. Tanzen tat trotzdem noch niemand. Dann tauchten auch die ersten härteren Songs
auf, die den Tastenmann zum Schreien animierten und das richtig gut. Langsam wurde der Bewegungsradius richtig gering, aber wir hielten
unseren Platz standhaft und Aereogramme schafften es zum ersten mal mich richtig zu entführen und ich war fast nicht mehr da. Die älteren
Sachen gefallen mir immer besser. Zum Schluß bedankte sich der Sänger noch beim Publikum und dann auch an die Gäste aus Dresden was
uns sehr gefiel. Ganz vorne hüfte das kleine tatoovierte Männchen jubelnd herum und unterhielt sich mit dem Sänger. Tolle Sache und
ich will sie auf jeden Fall wieder sehen.
Fazit: Die Reise hat sich schon wegen diesem Konzert gelohnt auch wenn die anderen 2 Bands nicht die Bombe waren,
aber sie waren ja auch nicht der Grund. ;-)
Gruß,
Stefan.
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Der Abend in der überraschenderweise spärlich gefüllten Zeche begann mit Epo555. Ihr eigentlich recht standardmäßiger Indie wurde massiv von wirklich guten Songideen und ungewöhnlichen Rhythmen aufgewertet und hinterließ somit einen durchaus positiven Eindruck.
Pale gaben sich die größte Mühe das lahme Publikum zu erreichen, was ihnen leider nur bedingt gelang. Ihnen zuzusehen/hören machte wirklich Spaß, dennoch erreichen sie meist nur gutes Mittelmaß. Aber ein paar gut rockende Nummern und ein toller trauriger Song sind doch auch schon was um die Zeit zu überbrücken bis zum Konzert von...
...Aereogramme. Schon im Vorfeld hatte ich das Glück mich kurz mit einem der Jungs unterhalten zu können und mich zu beschweren, dass sie ihre Dresden Konzerte abgesagt hatten...und sie versprachen, bei der nächsten Tour wieder in Dresden zu spielen (was wohl noch dieses Jahr sein wird) Als die bärtige Mannschaft die Bühne betraten, war ich schon glücklich...und diese Begeisterung wuchs mit jedem weiteren Song...Schön wäre es gewesen, wenn die Jungs ein ganzes Orchester im Schlepptau gehabt hätten, zur Umsetzung ihrer Arrangements. Aber auch die weniger pompöse Live-Version der Songs war wundervoll. Da der Sänger aufgrund einer Stimmerkrankung nicht mehr in der Lage ist zu schreien wurden diese Parts vom Keyborder übernommen, der seine Sache mehr als gut machte. Als die Jungs sich im Laufe der Konzerts beim Publikum bedankten, erwähnten sich auch, dass ein paar Leute extra aus Dresden angereist waren und dass die Konzerte in Dresden mit die besten ihrer Karriere waren...(so will ich das hören :- ) )
Nach dem Konzert war man zugleich befriedigt und freute sich dennoch bereits auf die nächste Tour!!!
Krieger
Nach einer wirklich netten "Mitschlafgelegenheit" hatten wir dann einen echt langweiligen
Tag im ach so tollen Köln. Da gefällt mir Dresden wirklich richtig gut dagegen.
Die Halle, Gebäude 9, war ganz guti und erinnert etwas an den alten Schlachthof in Dresden nur viel kleiner.
Lustiger Weise waren Tijuana Mon Armour Broadcasting Inc. aus Dresden Vorband mit dem DJ Studio 17, der 2. bester DJ
in Dresden ist. ;-o
Tijuana Mon Armour Broadcasting Inc.:
Naja, ich habe sie ja schon mit Polarkreis 18 im Schauspielhaus gesehen und fande sie da eher enttäuschend und
auch diesmal war es nix richtig für mich. Ganz nett, aber vergisst man schnell wieder. Hat aber gut auf den Hauptact eingestimmt.
Explosions in the sky:
Ja dann ging es endlich los und sofort mit dem Knaller "first breath after coma" und damit zeigten sie gleich wo der Hammer hängt mit tollem Sound und super gespielt. Nach dem ersten Song verschwand Kriegi und half einem Typ seine Freundin rauszutragen. Die ganze Story könnt ihr euch von ihm erzählen lassen oder er schreibts hier. ;-)
Dem Knaller folgten mehrere neue Songs und viele Ausflüge vom Vorgängeralbum und diese waren jedes Mal sehr intensiv. Wir standen ganz hinten auf einem Podest und da ließ sich gut tanzen, aber wiedermals standen alle starr und als dann ein paar Leute meinten bei einem Song zu EXLOSIONS IN THE SKY!!! mitklatschen zu müssen, da dachte ich echt mein Schwei pfeift. "Sind wir hier bei Wolle Petry oder wie oder wat?", fragte ich mich. Naja ein paar zischten und einer schrie laut "HEEYYYY!", aber das half nicht und man mußte es kurzweilig ertragen. Es war auf jeden Fall ein super Auftritt ohne Zugaben, was man aber verkraftete. Leider haben sie meinen Lieblingssong "your hand in mine" nicht gespielt...
Nach paar Gesprächen ließ sich feststellen, dass wir nicht den weitesten Weg angetreten haben. Wir bzw. ich trafen Leute aus London, Norwegen und Houston (!!!). Echt krass und ich glaub da war kein einziger Kölner am Start.
Fazit: Geiles Konzert, leider fast nur für mich, mit steifem Publikum und schlechter Bedienung. Gibt paar neue Termine z.B. in Hamburg und auf dem Immergut Festival. Wir sehen uns! :-)
Gruß,
Stefan.
Endlich mal ins Gewandhaus zu Leipzig! Ich hatte zu Weihnachten von einer Freundin die Karte geschenkt bekommen und wir sind natürlich auch zusammen hingegangen. Da ich noch eine lange Reise die nächsten Tage vor mir hatte waren auch 2 volle Wasserflaschen in meinem Gepäck, die ich am Eingangen hinterlassen mußte und die sich natürlich in Luft aufgelöst hatten...
Der Innenraum vom Gewandhaus ist wirklich total schön. Überall Sitze und mittendrin eine Bühne. Tolle Atmosphäre. Das Hauptclientel des Abends bestand natürlich aus schwarzgekleidetem Publikum, wo man sich manchmal fragte ob da auch noch was vom Fasching übrig geblieben ist.
Pünktlich 20Uhr ging es los und es wurde kräftigst applaudiert als die gesamte Crew, die Philharmonie und dann am Ende auch noch Alexander "die Tolle" Veljanov die Bühne betraten. Anfänglich mit etwas schlechtem Sound begann der Auftritt sehr ruhig und baute sich langsam auf. Es wurde mit dem Orchester wirklich toll arrangiert. Ich schloss die Augen und genoss die Klänge, auch wenn ich damit zu kämpfen hatte nicht einzuschlafen, da ich die letzten 2 Nächte insgesamt nur 7 Stunden geschlafen hatte. Die Stimme ist live wirklich atemberaubend. Der Sound wurde immer besser und voluminöser. Nach einer Stunde gab es dann eine Pause über 30 Minuten. Irgendwie war sie auch nötig.
Danach betraten nur die eigentlichen 2 Bandmitglieder die Bühne und es wurde elektronischer. Leider kenne ich bisher noch nicht allzu viel von den Herren, außer ein Album, aber ich ließ mich natürlich trotzdem darauf ein. Die anderen Künstler kamen allmählich auch wieder und nach insgesamt ca. 2 Stunden sollte alles vorbei seinen, aber in Wirklichkeit bestand der Auftritt zu Hälfte aus Zugaben und diese begann mit den Song "Wunderbar", den ich als einzigsten mit Namen erkannte. Das Orchester wurde immer mehr gefordert und kam langsam auch ins schwitzen. Hinten waren 2 Percussionisten verbarrikadiert und hatten manchmal viel zu tun brachte geniale Rhythmen hervor. Ein Lied gefiel mir besonders, indem es 2 Passagen gab, wo jeder einfach irgendwelche Geräusche erzeugte, z.B. hinten auf die Geige klopfen oder aufstampfen. Das hatte was von den Geräuschen aus einem Urwald. Die letzten Lieder wurden auch richtig laut, aber der Trommler mußte immer mal rumhüpfen, damit er seine ganze Energie rauslassen konnte, da er ja durch Vorgaben etwas gebremst wurde.
Fazit: Super Raum für Konzerte und der Auftritt war steigend toll. Sie kommen im Juli auch noch nach Dresden, wie mir ein etwas subioser Flyer verriet. Na mal schauen ob das stimmt.
Gruß,
Stefan.
Dresdner Bands auf örtlichen Theaterbühnen – entwickelt sich da etwa ein Trend? Spannend ist´s allemal.
Die große Bühne im Societaetstheater ist eher eine kleine – der Zuschauerraum bietet 130 Leuten Platz. 4 breite, rot angestrahlte Stoffbahnen lockern das Instrumenten-Bühnenbild auf. Es gibt nur wenige freie Plätze – doch bis die Zuschauer alle eintrudeln, vergeht noch einige Zeit nach dem obligatorischen Theaterglöckchenläuten. Wir sind ja auf ´nem Rockkonzert - und da kommt man später, geht zwischendurch rauchen, beschwert sich über Sitzplatzkarten ... Theaterungeübte Rockfans können ganz schön nerven.
Und was ist mit (schätzungsweise) theaterbühnenungeübten Rockbands? „Ich möchte jetzt nicht da unten stehen“, sagt meine Freundin. Und anfangs wirken die vier Musiker auch nicht gerade, als wären sie in ihrem Element. An die 100 Augenpaare, die von aufstrebenden Sitzreihen erwartungsvoll gen Bühne schauen. Und den Augen und Ohren will diese Band heute Einiges bieten: einen bleibenden Eindruck der bald auf CD gepressten neuen Songs.
„Pre-listen live to the new CD“ – so ist der Abend überschrieben. Ich hatte mir vorgestellt, das momentane CD-Konzept eins zu eins live zu erleben. Diese Erwartung wird enttäuscht. Doch mir wären entgangen: Das allererste Stück der Band (gerade mal zwei Jahre alt): eine treibende Rocknummer, die - nach einigen Liedern zum beiderseitigen Warmwerden - den Zuschauern die ersten Jubellaute entlockt. Des Weiteren ein Chris-Whitley-Cover. Und natürlich die eingängigen Nummern der ersten CD, die ich paar Tage zuvor das erste Mal im Internet angehört hab. Die Melodien bleiben förmlich im Ohr kleben. Wiedererkennbar, doch nicht nach dem Motto: Klingt wie xy.
Ja, wie klingen die denn? Auf der Schublade steht ganz klar Emo. Weitere passende Schlagworte wären Klangteppich, Virtuosität und Gänsehaut. Und mit dieser Mischung fällt nicht nur zunehmend die Spannung von den Musikern ab. Auch der Zuhörer taucht mehr und mehr in die gleichzeitig mitreißenden und umarmenden Klänge dieser Band ein, schließt die Augen ... Doch halt – Konzert, Bühne, schicke Männer – Augen wieder auf. Und lieber dem Keyboarder (ach was, Keyboarder – ein Pianist!) zuschauen, dessen Finger über die Tasten fliegen und der dem Rest der Welt völlig entrückt mit geschlossenen Augen in tönende Welten abzudriften scheint. Auch die Körpersprache der anderen drei zeigt, wie sie in ihrer Musik aufgehen. War da noch was? Theater? Zuhörer? Einzig Gunnar Mothes, Sänger der Band, kommuniziert direkt mit dem Publikum und lässt seine Augen hin und wieder durch die Reihen wandern.
Am Ende gibt´s ´ne Menge begeisterter Konzertbesucher und eine sichtlich erleichterte Band, die sich über den breiten Zuspruch freut. Und die nach Füßetrampeln gespielte Zugabe klingt noch lange im Ohr.
Tipp: Hört euch mal „Rivers“ an. Zu finden auf der Homepage (sinamon.de) sowie auf der myspace-Seite (sinamonband)
Manu
Was geht denn da eigentlich grade in Berlin ab??? Ich hab mich ja daran gewöhnt, dass man vor zwei Uhr nicht mal daran denken muss, auf ne Party zu gehen (weil die sonst noch leer ist) aber kann mir mal einer sagen, warum die erste Vorband bereits mir ihrem Set durch war, als wir kurz nach Acht (20Uhr abends!!!!) im Postbahnhof ankamen?? Vielleicht soll es Kinderfreundlich sein?! Doch Kinder suchte man im Publikum vergebens...im Gegenteil. Das Publikum war überraschend alt und unhip.(Sehr angenehm).
Als 2. Support-Band spielten „Cold War Kids“, die zunächst dadurch auffielen, dass sie zwanghaft nerdy aussahen und sich auch etwas überambitioniert verhielten, doch dieser erste Eindruck verflog mit jeder Note die sie spielten. Wenn sie auf CD so gut sind wie live, dann sind sie DAS große neue Ding!! Ihre Mischung aus schrägem Indie, Blues und Folk, die vor allem durch starke Ideen und Melodien lebt hat mich vollkommen überzeugt!! Großes Kino und absoluter Tip!!
Nach so einer brillanten Show hatten es „Clap Your Hands Say Yeah“ wirklich schwer, noch etwas draufzusetzen. Und tatsächlich war das Konzert (wenn auch wirklich gut) des Main-Acts längst nicht so beeindruckend wie das der Newcomer. Nun, natürlich ist die quängelige, nölige Stimme des CYHSY Sängers Geschmacksache, aber dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man zu einem ihrer Konzerte geht. Einen ersten Höhepunkt (und evtl. auch den höchsten) fand das Konzert schon beim dritten Track mit „Satan Said Dance“, einer irrwitzigen schrägen Dancenummer, die massiv aus ihren sonstigen Kompositionen heraussticht. Der Rest des Sets war gut, krankte aber ein wenig an dem gleichen Problem, das auch ihre neue CD betrifft: die einzelnen Songs vermischen sich irgendwann zu einem Einheitsbrei. Aber das ist nicht ganz so tragisch, solange der Brei zumindest gut schmeckt...was er auch tat.
Na toll, Vorband schon wieder verpasst, obwohl wir pünktlich waren… Grrrr - die „Blood Brothers“ klingen nicht nur sehr schwul auf manchen Tracks, sondern sehen auch so aus Ach ja: „ein Kilo Scheiße auf den Fritz Club!!!“ (Insider) |
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Endlich mal wieder die Jungens aus Dresden zu Gesicht bekommen. Die treiben sich ja mittlerweile mehr in Metropolen als zu Hause rum und in Dresden darf man sich auch nur noch in gehobenere Laklitäten einfinden, um den frischen Sound der 5 zu genießen und dann auch immer in bestuhlten Einrichtungen, aber fühlt man sich als Dresdner doch wieder mal als etwas besseres. ;-)
Ilses Erika ein wirklich kleines gemütliches Clübchen, im ruhigen alternativen Connewitz in Leipzig, bietet zwar nicht sehr viel Platz dafür aber Gemütlichkeit, die an diesem Abend aber dann doch zu viel werden sollte. Schließlich sind Polarkreis 18 wirklich gut tanzbar, wenn man genug Freiraum hat. 22Uhr wurde eingelassen und gemütliche... 2Stunden ließen sie auf sich warten, um dann ein kleines Räumchen (nicht größer als der Tanzraum im Katy´s Garage) zu befüllen.
Angefangen mit dem wohl jetzt tradionellen Opener "Dreamdancer" haben sie die Wartenden dann doch wieder für sich gewonnen und heizten gleich richtig los, aber viel bewegen tat sich bis dato noch nicht im Publikum was aber auch sichtlich schwer war ---> Platz. Und ja direkt danach kam seit langem mal wieder ein Song, den ich noch garnicht kannte. Hatten sie noch nie gespielt. Folgen taten Liveklassiker, die hoffentlich auch die 3 "neuen" Songs auf dem kommenden Album sein werden. "Somedays, Sundays", "Comes around" und natürlich "Look" beglückten die treuen Fans und brachten den Wiedererkennungsbonus vom "ersten" Album. Toll auch wieder Felix´ Pianostück, das er dann mit einem kleinen "Sorry, verspielt" schmückte. ;-) Keine Angst, wir reissen dir nicht den Kopf ab. Ja so gut eine Stunde haben sie gespielt und es war ein wirklich guter Gig für diese kleine Bühne und es machte trotzdem Spaß.
Fazit: Polarkreis 18 bleiben am Boden und erfreuen auch noch in den kleinsten Clubs. Bitte bleibt so!
Gruß,
Stefan.
7 Dresdner (von denen nun leider 2 in Leipzig wohnen) machten sich an diesem Abend auf, um Kristofer Aström zu sehen (obwohl ihn 6 der Personen nicht mal richtig kannten). Schon die Anreise nach Leipzig mit dem Zug war das Geld wert...es ist doch nix schöner als mit Freunden zu reisen. In Leipzig empfingen uns Ela und Björn und wollten uns erst mal mit Pizza versorgen, als uns ein Blick auf die Uhr verriet, dass wir bereits viel zu spät dran waren und so wurde die Pizza in eine Tupperdose gestopft und mit zum Konzert genommen. Als wir den Konzertraum betraten war er schon gerammelt voll und das deutsche Duo WOLKE spielte bereits. Ihre Songs aus Klavier und einer leicht pathetischen Stimme waren immer am Rande des Unglaubwürdigen, da bei aller Melancholie der Texte die Darbietung alles andere als traurig war. Ich fand sie dennoch sehr bewegend und sehr gut (auch wenn nicht jeder von uns meiner Meinung war) Bereits bei WOLKE kamen KRISTOFER ASTRÖM und MARIA TAYLOR als Gastsänger hinzu was aufgrund ihres unüberhörbaren Akzents bei den deutschen Texten sehr gut ankam.
Als nach kurzer Pause KRISTOFER ASTÖM die Bühne betrat, um seine größtenteils neuen (auch wenn sie nicht auf der neuen CD erscheinen werden) Songs vorzustellen wurde mir wieder klar, warum ich sooo unbedingt zu diesem Konzert wollte, dass ich sogar „It´s Oh So Quiet“ dafür um eine Woche verschoben habe... Der Mann hat wohl eine der schönsten zart melancholischen Stimmen die ich je gehört habe und sein Talent ebensolche Songs zu schreiben ist unvergleichlich. Er spielte, abgesehen von einigen Songs des Albums „Lupita“ größtenteils brandneue Songs, die aber, wie er immer wieder betonte NICHT auf seinen bald erscheinenden neuen Album sein werden. Besonders toll war „Down by the Snakes“ (oder so ähnlich), ein Song von einem Album, das von seiner Plattenfirma zurückgehalten wurde. Zur Zugabe holte auch Kristofer seine Kollegen mit auf die Bühne um mit ihnen “You are always on my Mind“ (Elvis) zu covern, was vor allem wegen der Stimme des Wolke-Sängers zu einem Highlight komödiantischer Unterhaltung wurde.
Maria Taylor kam in Begleitung von zwei Musikern auf die Bühne. Ich muss sagen, selbst als angehöriger der homosexuellen Minderheit unserer Gesellschaft konnte ich mich dem liebreizenden Augenaufschlag der zierlichen Amerikanerin nicht entziehen. Ihre Musik war zwar sehr schön, ließ aber im Vergleich zu Herrn Aström an Tiefe vermissen. Es war die Art von Musik, die bei Starbucks im Hintergrund laufen könnte. Wunderschön, aber ohne Anspruch auf echtes tiefes Gefühl...Ein wenig amerikanisch eben...
Nach diesem wundervollen Konzert liefen wir durch ganz Leipzig und verbrachten die Restnacht in Björns Künstlerbude...ein toller Sonntag! Immer wieder gerne!!!
Helge Schneider Dresden (Kulturpalast) 15.01.2007
Helge, ich wollte ihn sehen und ich habe es tatsächlich geschafft. Das Konzert war schon lange ausverkauft und ich hatte einfach kein Geld übrig um mir die Karte zu leisten. Plötzlich letzte Woche kommt mir der Geistesblitz, ich schreib mal eine Mail an die Homepage in der ich meine Verehrung für dieses Multigenie verkünde und da kam doch tatsächlich ca. 24 Stunden später eine kurze aber aussagekräftige Mail: "Weil heute der Film "Mein Führer" startet setze ich Dich mit zwei Karten auf die Gästeliste." JIIIPPIEEE Ja man muß es nur versuchen. :-)
Heute war es dann soweit und ich habe mir an der Ticketcentrale 2 Karten abgeholt und wir hatten tolle Plätze. Helge ließ auch nicht lange auf sich warten. Die Band fing schon mit dem Intro an und da kam der Gute auch gleich wie wild reingerannt und die Menge lachte sich schon schlapp. Wieder mit dabei paar alte Bekannte: der alte Rudi am Bass, Schlagzeug-Gott Pete York, Buddy Casino alias Robért Robért, "Gisela Koch" und einen Gitarrist den ich noch nicht kannte. Der Abend war durchgewurschtelt mit paar geniale Erzählungen zu Themen wie "Einsatz in 4 Wänden" mit einem Mann der sich tödlich in die Fototapete stürzte und Frankreich usw. Der Kanller Telefonmann war auch zu hören sowie das neue Lied "Käsebrot". Helge glänzte durch seine Improvisationen und natürlich seinem Humor, leider nervte mich das Applaudieren der Menge sehr und sie haben immer in den Musikpassagen geklatscht so das man fast nichts hören konnte. Ein großes Highlight des Abends war das schon fast traditionelle Schlagzeugsolo von Pete York über fast 10 Minuten. GRANDIOS!!! Mehr Musik Helge!!! Und gleich dazu bitte ein anspruchsvolleres Publikum, dann brauchst du auch nicht immer dein Niveau senken. Nicht falsch verstehen, die Witze waren klasse, aber Helge hat noch viel besseres drauf!
Nichts destotrotz ein schöner Abend und es hat auch Spaß gemacht. Immer wieder gerne und für alle die ihn verpasst haben, er kommt diesen Sommer auch nochmal ans Elbufer. :-)
Grüßli,
der Stefan.
So denn auch mal ein paar Wörtchen zum Konzert der Slowenen. Komisches Publikum war auf jeden Fall vertreten. Haufen alte Kreise im Gammelschwarz und doofen Blick drauf beim Mustern von mir und meinen Begleitern. Der Starclub war gut gefüllt und man hatte sogar Platz. Vor einem meiner Freunde hat sich eine kleine verkappte Gothminigestalt verschanzt und wedelte mit ihrem langem schwarzen Haaren durch das Gesicht ihres Hintermanns. Ich habe dann mit ihm getauscht, weil ich es mir nicht so schlimm vorstellte wie es aussah und nervte es mich doch und bat sie sich ein bißchen zu fügen. Sie rastete aus und beschimpfte mich was ich doch für ein Idiot wäre, der keinen Plan hätte und deshalb wie ein Stein da stehen würde. Ich selber war nach ihr wohl der einzige der sich überhaupt etwas bewegte und der Rest stand emotionslos da, was bei der Musik die da gerade lief auch verständlich war. Egal.
Zum Konzert, dass ja schon im Gange war. Auf der Bühne gab es 2 Leinwände, einen Drummer, einen Synthie-Typ, einen Tastenmensch, eine Frau auch für Tasten und Gesang und den charimatischen Sänger mit seiner schönen Mütze. Das neue Album "Volk" von Laibach war schon ein paar Tage draußen und ich hatte es mir extra nicht angehört, weil ich es live zu erst genießen wollte. 13 neuinterpretierte Hymnen und eine ihres eigenen fiktiven Staates "NSK". Es war wirklich interessant aber zu dem Zeitpunkt untanzbar. Begonnen wurde mit der deutschen Hymne, die wirklich gefiel und auch noch ein paar andere hatten mir Freude bereitet und bei ein paar Klischees die sie benutzten mußte ich auch schwunzeln. Die Texte sind groß. ;-) Weniger groß war der Schlagzeuger, der absolut genervt hat. Man dachte jedes mal wenn er die Becken benutzte, dass gleich 5 Gitarristen im AC/DC Verschnitt auf die Bühne treten und loslegen. Es hatte echt total genervt. Nach der NSK-Hymne gingen dann alle von der Bühne und machten eine kleine Pause. Es wurden, so weit ich schätzen kann, glaub ich sogar alle Lieder vom Album gespielt.
Dann knallte auf einmal "Tanz mit Laibach" los und leutete damit die Tanzstunde ein. 2 junge Damen mit kurzer Bekleidung und Drumsticks in den Händen positionierten sich an je eine Trommel und 2 Becken und knallte im Takt darauf ein. Sah wirklich genial aus. Danach folgten noch Knaller wie "Alle gegen alle", "Du bist unser" und mein Liebling "Achtung!". Genial vorgetragen und verkraftete man auch das elende Schlagzeug. Am Ende gabs dann noch so ein komisches Meddle und einen Abspann im Hintergrund.
Fazit: Im großen und ganzen war es schon ein tolles Konzert, aber der erste Teil war nicht gut insziniert. Ich denke, dass können die besser. Ein Glück gehört der Drummer nicht wirklich zu Laibach. Gelohnt hat es sich aber allemal!
Leider kann ich nicht in Worte fassen wie sehr und warum mich dieses Konzert so sehr ergriffen hat, aber bereits 2 Minuten, nachdem die Japaner von Mono begonnen hatten zu spielen standen mir Tränen in den Augen. Die folgenden 75 Minuten waren für mich emotional so zerreißend und aufwühlen, dass ich mir tatsächlich wünschte auch körperlich Schmerzen zu empfinden, um meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Und so habe ich auf mich selbst eingeschlagen, habe meine Haut wundgerieben und habe vor innerem Schmerz in meine vor den Mund gehaltenen Hände geschrieen. (Das mag jetzt alles sehr seltsam klingen, aber die Musik von Mono hat etwas in mir ausgelöst, was ich lange nicht mehr empfunden habe - Schmerz). Die Klanggebäude wurden nur 3 mal für einen Moment unterbrochen, der dem Publikum die Möglichkeit gab zu klatschen. Doch das Klatschen klang vollkommen fehl am Platz und zerstörte die unglaubliche Stimmung die sich in uns aufgebaut hatte – und doch hatte man dadurch auch die Möglichkeit, sich von neuem auf die Klänge einzulassen. Manchen mag das Konzert zu kurz vorgekommen zu sein...ich hätte es kaum länger ertragen, so intensiv zu hören und zu fühlen. Eines der bedeutendsten Konzerte des Jahres für mich!
Krieger
Wichtiger Hinweis : Man sollte, wenn man auf ein Konzert geht, vorher nachsehen, wann es beginnt! Und das am besten einen Tag vor dem Konzert!!! Als der liebe Patrick und ich am Sonntag Abend um 18.30 Uhr (während wir an der Homepage rumbastelten) nachsahen, wann denn das Konzert von John Vanderslice anfangen sollte (wir wollten ja nicht zu spät kommen) bekamen wir erstmal einen ungläubigen Schock...auf der Scheune-Homepage stand: 18 Uhr…aber das konnte doch nicht sein, oder? Aber es war wahr...Also rief ich ein Taxi und nix wie hin zur Scheune. Hatten zum Glück nur 3 Songs verpasst...Puh ...der ganze Raum war voll mit Tischen und Stühlen, an denen (leider nicht so viele) Leute saßen. John war diesmal mit einer 3-köpfigen Band unterwegs. Der Sound war absolut brillant und klar, was den wundervollen Songs sehr gut stand. John reihte eine tolle Auswahl seiner bisherigen Alben aneinander, mal melancholisch, mal tanzbar groovend, immer ein Zeugnis seines hervorragenden Könnens als Songwriter. In einer halbstündigen Konzertpause gab es dann Kaffe und Kuchen (eine hammergeile Idee von der Scheune!!! Ich werde in Zukunft bei diesen netten Abenden Stammgast bei euch sein!!!) Auch John und seine Band setzten sich mit zu uns und aßen genüsslich Kuchen, was er später, im 2. Teil des Sets mit den Worten „ You would never find something that civilized in the states“ kommentierte. Auch wenn nur 30 Gäste bei dem Konzert zugegen waren, mußte Mr. Vanderslice dennoch 2 Zugaben geben, bevor er sich erneut um seine Zuckersucht kümmern konnte. Höhepunkt war eine tot traurige Version seines Songs „Promising Actress“ in der es so schön heißt : „…sometimes a cowboy is just a man in a cowboy suite...“ Yehaaaa. Ein wundervoller Abend!! Danke!!
Als ich zum Starclub reinkam herrschte noch gähnende Leere und ich war mich fast sicher, dass sich daran nicht viel ändern würde, denn soo bekannt sind Under Byen wohl eher nicht. Doch zu meiner Überraschung füllte sich der Raum nach und nach und als die Band begann zu spielen, war knapp die Hälfte des Starclubs gefüllt. Die Bühne war mit weißen Stoffbahnen dekoriert, die von einem Videobeamer mit strukturierten und teils psychedelischen Mustern bestrahlt wurden. Die 7 Bandmitglieder hatte eine ungewöhniche Aufstellung eingenommen: die Sängerin war „versteckt“ hinter dem Klavier und kaum zu sehen, neben ihr im Hintergrund stand der Bassist. Die 2!!! Schlagzeuge/Percussionsets standen an der rechten Seite mit Blick zur Bühnenmitte wo sich der Cellist (war das ein Cello? Ich muß gestehen, dass ich mich damit nicht sonderlich auskenne) und der Gittarist den verbleibenden Platz teilten.
Die Musik war ein unbeschreibliches Bild aus Tönen und Geräuschen. Die Songs (zum größten Teil von ihrer neuen CD) wurden der Form nach treu, in sich aber recht frei wiedergegeben. Gerade durch den Einsatz von Percussionelementen und einer „Singenden Geige“ erhielten die Songs viele „zufällige“ Momente. Ich hatte tatsächlich die ganze Zeit das Gefühl, einer Künstlergemeinschaft beim Malen eines klanglichen Gemäldes zuzusehen. Von zartesten, milden Klängen bis zu Mogwai´schen Lärmeskarpaden loteten Under Byen ihre Möglichkeiten aus. Ein grandioses Konzert, das ich so intensiv nicht erwartet hätte.
Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Sängerin wohl sehr krank war und das Konzert kaum durchgestanden hatte...danke, dass sie es geschafft hat und gute Besserung!
Als ich erfahren habe, daß die Jungs von P.TM nach Dresden kommen war ich aufgeregt wie ein kleines Kind. Und zurecht.
Der Starclub war recht gut besucht und die zahlreichen Kriegerbeatzer, die auch erschienen waren, unterhielten sich eifrig über Mars Volta, Aerogramme, Isis und springende CD-Player als plötzlich und unvermittelt ein paar Jungs auf der Bühne anfingen Geräusche von sich (ihren Instrumenten) zu geben...Wir guckten uns fragend an und die meisten werden in diesem Moment wohl gedacht haben „sind das jetzt schon Portugal.The Man oder isses ne Vorband?
Aber als sie nach einem Intro „How The Leopard Got Ist Spots“ spielten, hatte sich die Frage erübrigt. War der Sound beim ersten Song noch schlecht abgemischt, wurde er doch zusehens besser. Und die Jungs rockten und hatten sichtlich Spaß dabei uns ihre kranken Rhythmen um die Ohren zu hauen. Gerade das machte diesen Abend aus...das Lachen, das sich-untereinander-absprechen und das Improvisieren der Band.
Das völlige Fehlen von Starallüren und das Entschuldigen für die Tatsache, dass sie eben erst eine CD veröffentlicht haben und deshalb nicht sooo lange spielen können J . Jede Sekunde des Konzerts war ein Genuß und ließ uns mit einem absoluten Glücksgefühl zurück. Einziges Manko: Sie haben Gold Fronts nicht gespielt.
Als die Jungs erfahren haben, dass ich den Song immer auflege, waren sie sehr überrascht und haben versprochen, ihn bei der nächsten Tour (im März) zu spielen...Wir wollen es hoffen :-)
Ich war lediglich in den Starclub gekommen, um Flyer für Midlake,Portugal.The Man und natürlich Kriegerbeatz zu verteilen. The Veils kannte ich nur vom Namen her, doch ihre Musik war mir völlig unbekannt. Als dann die Band, angeführt von einem großen, sehr schlanken und zarten Mann mit unglaublich großem Hut die Bühne betrat, hatte ich zum ersten (und nicht letzten Mal) den Gedanken : „irgenwie hat der was von Prince in den Mitt-Achzigern. Musikalisch war ich vollkommen begeistert! Indie Brit Pop mit Blueseinflüssen.
Die Band hatte sichtlich Spaß am Spielen und wurden vom nicht soooo zahlreich erschienenen Publikum zu Recht gefeiert. Hätte ich gewusst, wie gut sie sind, hätte ich sie Euch gerne weiterempfohlen. Jetzt muß ich mir erst mal die Cd besorgen und Euch dienstags damit beglücken.
Lange hab ich mich gefreut, Midlake endlich live sehen zu dürfen. Die Vorband (deren Namen ich bereits vergessen habe) war auch dem Bereich Folk zuzuordnen und hatte schöne Ansätze, doch das gewisse Etwas fehlte. Die Stimme des Sängers war eine von Tausenden und hat wenig Emotionen transportiert. Sie waren wirklich nicht schlecht, hinterließen aber keinen besonderen Eindruck.
Als Midlake ihr Set eröffneten, war mir schon klar, dass ich sie lieber Open Air (incl. Lagerfeuer) sehen würde. Bei den ersten beiden Songs hatten sie noch etwas mit dem Sound zu kämpfen (gerade die Stimme ging leider etwas unter) was sich aber schnell änderte. Der Rest des Konzertes war ein wundervoll stimmungsvolles unaufdringlich vorbeiziehendes Erlebnis, das alles andere als spektakulär war. Und genau das machte es zu einer perfekten Entsprechung der CD „The Trials Of Van Occupanther“. Wunderschön, ohne beeindrucken zu wollen. Getan haben sie es aber dennoch. Ein Abend, wie ich ihn mir erhofft hatte. Einziges Manko: man konnte beim Tanzen nicht den tollen Videoprojektionen folgen, die auf eine Leinwand hinter der Band projiziert wurden....
Wenn jemand den Abend langweilig gefunden haben sollte, kann ich das verstehen (gesetzt dem Falle, man wollte rocken, das geht bei der Musik nämlich nicht)
„In this film it´s no fun to play the part of the missy queen….” Mit diesen Worten wurde Soffy O vor 6 Jahren bekannt. Jetzt endlich hat sie ihre erste Solo-Platte raus und um das neue Zeug dem Publikum näher zu bringen, ging es auf Promo Tour.
Um 21 Uhr waren Judith Christl und ich am Start, da wir ja auch nix verpassen wollten...und dann warteten wir...Irgendwann ging es dann mal los und die schöne Soffy O mit dem großen Mund betrat die Bühne. Das Publikum war eher verhalten und nur das mobile Kriegerbeatz Einsatzkommando traute sich an den Rand der Bühne. Ich hatte Soffy O bereits auf dem „Berlin-Festival“ gesehen und hatte ihre Musik recht chillig in Erinnerung... Nun, da hatte ich mich wohl geirrt. Die meiste Zeit klang ihre Musik wie Prince zu seinen funkigsten und dreckigsten Zeiten. Unverschämt groovy und elektrisierend. Nach und nach begannen dann auch alle zu tanzen und ihre Hemmungen über Bord zu werfen. Und spätestens als sie „Missy Queen´s gonna die“ spielte hat jeder mitgefeiert (auch wenn ihre neuen Tracks meiner Meinung nach noch um einiges besser sind). Am Ende des Konzertes musste sie sogar einen Song noch mal spielen, da wir sie nicht von der Bühne gehen lassen wollten, obwohl sie ihr gesamtes Repertoire schon durch hatte.
Alles in allem ein x-trem cooler Abend der mich wehmütig an Zeiten denken ließ als Prince noch so gute Mucke machte...
Langsam und sehr zögerlich kamen die Gäste zum Forward,Russia! Konzert in den Starclub. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass eine momentan derart angesagte Band mehr Leute ziehen würde. Nach und nach füllte sich der Laden glücklicherweise noch, so dass zumindest ein Drittel des Raumes mit einem gespannten Publikum gefüllt war. Eröffnet wurde der Abend von Claim, einer Band die zum Teil aus Dresden kommen aber dennoch keiner in Dresden zu kennen scheint, was ein großer Fehler ist! Ich hatte Claim bereits einmal live erleben dürfen und war schon bei diesem Gig hellauf begeistert. Doch was die Jungs an diesem Abend auf die Bretter legten, war unglaublich. Ihre Musik würde ich als eine Mischung aus Emo und Deftones bezeichnen. Ihr Sound ist intensiv und jeder Schrei glaubwürdig. Meiner Meinung nach haben Claim das Zeug dazu, ganz groß rauszukommen!!!
Eigentlich hätte ich schon jetzt gehen können, weil ich von Claim vollkommen geflashed und erschöpft war, aber nun folgten noch 70 min kranker Scheiß auf höchstem Niveau. Von der ersten Sekunde an, nachdem Forward,Russia! die Bühne betraten, kochte die Halle. Ich habe noch nie ein Konzert erlebt, bei dem wirklich jeder (2-3 Ausnahmen gibt es immer) abgegangen ist, aber genau das passierte hier. Egal wie verschroben die Songs auch waren, keiner konnte sich ihnen entziehen. Das der Sänger (im positiven Sinne) einen an der Klatsche hat steht vollkommen außer Frage und es ist erstaunlich, dass er sich bei seinen Verrenkungen und seine Mikrokabelakrobatik noch nicht erhängt hat! Die Jungs von der Band waren (wie mir der Gitarrist später bestätigte) absolut begeistert vom Publikum und wurden vor lauter Applaus kaum mehr von der Bühne gelassen.
Was ein geiler Abend! Danke Starclub, danke Claim und Forward,Russia!!
am 12.September 2006 im Alten Schlachthof, Dresden:
Ein ausführlicher Bericht eines KRIEGERBEATZ-Stammgastes:
Der Schlachthof war an datiertem Dienstag wohl für viele der Anlaufpunkt, die ihre Ohren an bekannte oder neue Grenzen führen wollten.
Wenn man sich auf dem Weg zum Schlachthof ein bischen mit der Parkplatzsituation beschäftigt hat, egal ob man per Auto oder zu Fuß da war, konnte man schon erahnen, daß dieses Konzert gut besucht sein wird und daß es nicht möglich gewesen wäre, die selbe Menge an Menschen im Starclub unterzubringen, wo Mogwai zuvor seine Zuhörer unterhielten.
Kostenmäßig belief sich das Konzert im Vorverkauf auf reichliche 22 € und wer sich Karten an der Abendkasse erstehen wollte, war dazu gezwungen 24 € loszuwerden, was im Vergleich zu den Preisen des letzten Konzertes doch recht teuer war. Aber zurück zum Geschehen im Konzertsaal:
Die "Vorband" hatte schon begonnen und wir sind etwas verspätet dazugestoßen. In " " deshalb geschrieben, weil es eigentlich nur ein einzelner Mann mit einem Notebook war, der über diesem gebeugt auf der Bühne stand. Genauso gut hätte es auch sein können, daß er nur eine Playlist durchlaufen läßt und nebenbei seine eMails checkt.
Also optisch war es definitv nichts und akustisch konnte man sich dann eigentlich daran gewöhnen und nebenbei unterhalten. Die Musik oder die Klänge, mit denen Kid 606 seine Zuhörer zu unterhalten versuchte, waren hauptsächlich elektronischer Natur und wurden ziemlich brachial dargeboten. Man könnte es sich vielleicht so vorstellen, als würden Fantômas zusammen mit Boards Of Canada am Computer sitzen und versuchen Melodien in ihre Stücke einzuarbeiten, womit sie auch etwas die Geschwindigkeit drosseln.
Die Lieder wirkten teils ziemlich gestreckt und ohne den Faden, der sich im Gegensatz zu Mogwai durch die einzelnen Tracks zieht.
Dies ist natürlich meine persönliche Meinung und ich möchte damit nicht sagen, daß die Musik niemanden angesprochen hat und von Grund auf schlecht war. Dem war dann nach anfänglicher Skepsis doch nicht so. Der geplante Support, welcher Isan sein sollten, hatte wohl vorher abgesagt, so daß auf den verkauften Karten auch noch deren Name zu lesen war.
Nachdem ich mir die Musik von Isan angehört habe, bin ich der Meinung, daß sie auf jeden Fall besser gepasst hätten. Ihre Musik ist ruhiger und linearer, womit sie den Hauptact wohl besser angekündigt hätten, als es meiner Ansicht nach geschehen ist. Das Beste am tatsächlichen Support Kid 606 war eigentlich der Abgang: Musik aus ... Notebook zu ... Stecker raus ... Notebook unter den Arm geklemmt und ohne ein Wort von der Bühne verschwunden.
Danach folgte natürlich eine Pause.
Die zog sich leider ziemlich lang hin, wie man an den Pfiffen und Rufen der wartenden Konzertbesucher erkennen konnte.
Nachdem die Pause dann doch endlich ein Ende fand, betraten die fünf Herren von Mogwai recht unspektakulär die Bühne. Diesmal wurde der Einzug der Schotten nicht, wie bei den letzten Liveacts, von der Championsleague-Hymne begleitet und auch waren sie normal gekleidet. Das heißt, sie haben sich wohl von der Fußball-WM verabschiedet und auch keine einheitlichen grünen Trainingsjacken getragen. Dafür haben sie eigens ein kleines Intro gespielt, welches in die ruhigen Klänge von "Kids Will Be Skeletons" überging.
Der Track lies eigentlich schon erahnen, daß Mogwai wieder langsam in ihrer eigenen Soundlandschaft aufgehen könnten.
Nach diesem Lied ging es auch gleich mit einem weiteren tollen Stück des "Happy Songs For Happy People" - Albums weiter. Nämlich "Hunted By A Freak". Doch da es ja eine Tour zur aktuellen Veröffentlichung war, wurde natürlich auch im Reservoir von "Mr.Beast" gekramt, und da kam Einiges ans Licht.
Nicht fehlen durfte deswegen die erste Single "Friend Of The Night". Nachdem bis dahin recht ruhigen Beginn des Sets wurde es ganz langsam zunehmend lauter. Es folgten "Ithica 27ø9" und die wieder beschwinglicheren "I Know You Are But What Am I?" und "Tracy", sowie "Acid Food", eines der raren Gesangsstücke. Man sollte nicht glauben, daß Mogwai bei ihren Auftritten immer brachial sind, denn die Setliste sprach eher für einen gediegeneren Abend. Auch ihre Alben beinhalten mehr ruhige Stücke und somit folgte nach "Summer" auch das zwar lautere aber in der Grundstimmung zurückhaltende "Travel Is Dangerous".
Um noch ein paar Worte über die Akustik zu verlieren, kann erwähnt werden, daß diese recht gut ausfiel. Ich wurde manchmal vom Schlachthof in dieser Hinsicht schon enttäuscht, aber diesmal waren die Einstellungen und die Wahl der Lautsprecher gut getroffen. Es wurden nicht die hängenden "Festivalboxen" verwendet, sondern diese gegen eher starclubähnliche Standlautsprecher getauscht.
Während des ganzen Konzertes wurden aber nicht nur die Ohren umspielt, sondern auch die Augen. Mit der Lichtshow hat man sich Mühe gegeben.
Schon an den Eingangstüren wurde mit "Achtung Stroboskop-Effekte!" auf die visuelle Gestaltung des Abend hingewiesen. Die Lichteffekte mittels Stroboskopgewitter und LED-Strahlen tauchten den Saal abwechselnd in unterschiedliche Farben.
Bis zur ca. fünfminütigen Pause, die durchgehend mit Beifall gefüllt war, wurden die lauten Stücke "Ratts Of The Capital", "Glasgow Mega-Snake" und "We´re No Here" gespielt, welches die Fünf in ihre Spielereien überlaufen ließen.
Geräusche, Klänge und Krach und noch mehr Geräusche rieselten auf die Zuhörer nieder. Die Instrumente wurden teils so platziert, daß sich der Sound ohne weiteres Zutun änderte und durch die Lautstärke sowie den klanglichen Einstellungen spührte man die Töne vibrierend im ganzen Körper. Der Applause in der Pause stellte sich ein, als Mogwai erneut die Bühne betraten und die letzten zwei Stücke des Abend zum Besten gaben.
Das erste war "Helicon 2" und das zweite und letzte der Klassiker "Mogwai Fear Satan" vom Album "Young Team", bei welchem sie nach der ruhigen Passage ohne Ankündigung sofort wieder mit circa "183,74 db" ins Geschehen einstiegen.
Es ist halt ein Lied bei welchem man seinen Kopf keinesfalls auf die Lautsprecher legen sollte.
Auch an "Mogwai Fear Satan" schlossen sich wieder einige Klangfrickeleien an, die etliche Zuschauer dazu veranlaßten, ihre Ohren mit Fingern, Händen oder diversen Ohrstöpseln zu schützen. Nachdem, leider nur nacheinander, die Gerätschaften, darunter auch ein Verstärker der Marke "Orange" mit Winnie Puh - Aufkleber, ausgeschaltet wurden, verließen Mogwai dankend die Bühne und das Publikum applaudierte dankend.
Der Auftritt dauerte circa 1,5 Stunden in denen die Lautstärke allmählich bei jedem Lied etwas angehoben wurde. Mogwai haben ihre Soundgebilde aufgebaut und eingerissen, um noch größere Wälle entstehen zu lassen. Und sichtlich hat dies ihnen auch Spaß gemacht.
Zwar zählen sie nicht zu den kommunikativsten Musikern und auch der Kontakt wurde, abgesehen von den Blicken ins Publikum, nur mit mehreren "Thank You!" aufrecht erhalten, dafür haben sie aber musikalisch überzeugt.
Dies brachten auch Konzertbesucher im Nachhinein zum Ausdruck, welche vorher noch nichts von Mogwai gehört hatten.
Anschließend sammelten sich die Leute, sprachen über Erlebtes und wer noch Lust, Laune und das Gehör dafür hatte, ließ den Abend in Katys Garage bei Kriegers Kriegerbeatz ausklingen.
Fazit des Abend: Tolle Musik, nette Gäste und "Was? Wie? Ich seh´ zwar, daß deine Lippen sich bewegen, aber höre nichts mehr!".
Foto hab´ ich leider keins. aber vielleicht hat ja jemand welche gemacht, den ihr kennt, denn aus dem Netz wollte ich keine Zwecks Urheberrecht und so anfügen.
Soviel von mir und meine Eindrücke vom Konzert.
bis bald in den gewohnten Räumen.
ha det daniel

Endlich war es so weit. Hab mich lange auf das Konzert von Sometree gefreut und bin froh, dass sie hier in der Scheune gespielt haben. Nachdem das Publikum nach und nach eingetrudelt war, verzauberten Computer -eine elektronisch orientierte Combo aus Hamburg-die anwesenden Leute mit einer musikalischen Mischung aus melancholischen Postal Service und zugänglichen Radiohead (in ihrer elektronischen Phase). Es war nicht die Art von Musik, die völlig neu und unbekannt klingt (eher nach einem lieben, alten bekannten) aber mich hat es überzeugt und beim tanzen ne Menge Freude gemacht.
So angenehm Computer waren, so schmerzhaft waren Sometree . Und das im besten Sinne. Ich hätte mir das Konzert Oper Air bei Regen, Hagel und Sturm gewünscht. Denn genau so klangen sie für mich. Leider war Sometree kurz vor dem Konzert ihr Piano kaputt gegangen und so mussten sie auf ruhige Songs beinahe komplett verzichten, was sehr, sehr schade war.Und so bauten sie wunderschöne, lärmige Klanggebilde, die einem in der Seele weh taten. So eine geniale Stimme, so eine tolle Band...und das aus Deutschland. Ich hoffe, dass sie einmal so erfolgreich werden wie Blackmail es mittlerweile sind. Verdient haben sie´s!!

Bosse hat ne neue Platte raus: Guten Morgen Spinner! Zur Feier des Releases gab´s ne kleine Promo-Tour. Freundlich und motiviert wie immer hat er uns empfangen und uns etwas über eine Stunde gerockt. Die neuen Songs waren der Hammer und wurden vom Publikum ebenso gut aufgenommen wie die „Klassiker“. Am Ende des Konzerts war Axel (Bosse) so nass, als wäre er gerade aus einem Swimmingpool gestiegen und auch wir waren alles andere als trocken....Konzerte bei knapp 40° gehören grundsätzlich verboten!

DREDG sind natürlich eine Klasse für sich und so geht man mit gewissen Erwartungen auf dieses Konzert. Und nach 1,5 Stunden intensiver Musik kann ich sagen , dass das einzige störende an diesem Abend das Publikum war. Wie viel schöner wäre es gewesen mit geschlossenen Augen auf die wundervollen Klanglandschaften tanzen zu können, ohne ständig herumgeschupst zu werden oder dem Kopf des Vordermanns auszuweichen. Doch es ist ja die Musik, die zählt. Und die war erwartungsgemäß großartig. Neben einem abwechslungsreichen Set aus alten und neuen Songs waren es vor allem die ausufernden Klangforschungen die mich völlig weggeblasen haben. Ein Besonderer Augenschmaus war übrigens der Drummer, der den anderen Musikern durch sein mehr als engagiertes Spiel (und seine Grimassen) die Show stahl.

Ich gebe zu, das war eine Überraschung für mich! Mir war klar, das TBS eine gute Band sind, doch was die Jungs dort auf der Bühne abgezogen haben, hat mich vom Hocker gehauen! Vor allen ihr in Ausstrahlung und Geste stark an Mick Jagger erinnernder Frontmann brach das Klischee einer herkömmlichen Emo-Band vollkommen auf (auch wenn da evtl Koks oder ähnliches im Spiel gewesen sein könnte J ) Ganz gegen meine Gewohnheiten begab ich mich für den Großteil des Konzerts in den Moshpit, der mich tatsächlich an die guten alten Zeiten erinnerte, als Pogo noch nicht bedeutete, dass man sich gegenseitig rücksichtslos die Ellenbogen in die Fresse haut. Das ich am Ende des Abends dennoch mit einer heftig blutenden Lippe das Konzert verließ, war ein blöder Zufall und außerdem war das Konzert jeden Tropfen Blut wert!
In einer massiv motivierten Kriegerbeatzgruppe sind wir zu fünft nach Berlin gepilgert um uns einen gepflegten Emo-Overkill zu geben.
Eröffnet haben den Abend Fire In The Attic, einer der Hauptgründe, auf das Festival zu gehen. Und sie waren so gut, wie ich gehofft hatte, auch wenn das Publikum meist eher unmotiviert rumstand. Bei ihrer nächsten Tour will ich sie dann mal in einem kleineren Club mit besserem Publikum erleben.
Nachdem auf der Seitenbühne eine ungesignte Band aus Deutschland aufgetreten war (in jeder Umbaupause hatte eine andere Band die Möglichkeit, mal vor einem größeren Publikum zu spielen, manche davon waren auch tatsächlich sehr gut) folgte auf der Hauptbühne Saosin, die vor allem durch ihren Sänger auffielen, der eine ungewöhnlich klare, helle Stimme hatte. Auch wenn sie sicher nicht die innovativste Band in dieser Musiksparte sind, war ihr Auftritt dennoch hervorragend. Senses Fail, die darauf folgten waren für mich ein Beispiel, wie belanglos ein Konzert sein kann. Mittelmäßige Songs, mittelmäßig vorgetragen mit einem Hang zu Rockstargehabe (was leider einige der Ami-bands hatten).
Glücklicherweise betraten danach Underoth die Bühne, die sich bereits durch ihr Auftreten massiv von dem restlichen Emo-Einerlei abhoben. Der Sänger (fast dürr, lange, glatte Haare) hätte ebenso gut zu einer Deathmetal Combo gepasst, seine Kollegen hätten kanadische Hinterwäldler sein können (erfrischend rau wirkten sie). Auch die Musik war an diesem Abend einzigartig. Härter, schroffer und ehrlicher als das meiste andere. Ein absoluter Höhepunkt.
Dagegen wirkten Anti-Flag wie Punk-Kinder (was sie ja auch sind). Als einzige Punk-Band des Abends wirkten sie sogar ein wenig fehl am Platz. Dennoch war ihr Set recht gut und hat das Publikum mitgerissen.
Der wahre Höhepunkt waren dennoch Taking Back Sunday. Schon mit den ersten paar Tönen hatten sie die Leute 8mich inbegriffen) voll im griff. Das Wechselspiel der beiden Sänger war wieder der Hammer und die seltsamen, arrogant-tuntig vorgetragenen Aussagen (I´ve got a fiend in sweden...he has got a beard...)des dandyhaften „Hauptsängers“ zauberten mir ein Dauergrinsen ins Gesicht und als er am ende des Sets sagte „i hope this evening turned out for all of you to be delicious-uh-uh“ (wie gesagt...sehr tuntig, sehr zugekokst) hätte ich vor Begeisterung schreien können....ein toller Abschluß für einen tollen Abend.
Eröffnet haben den Abend The Creetins, die mit ihrem leichten Punkrock stark an eine Mischung aus Blink183 und Green Day erinnerten. Die Mucke war ok, aber die aufgesetzte Attitüde kam so unecht rüber als würde Britney Spears mit der Musik von Radiohead versuchen. Waterdown auf die ich mich sehr gefreut htte, wussten mich nur zum Teil zu überzeugen. Besonders in den melodischeren Passagen sammelten sie viele Punkte, die sie manchmal in den hardcorelastigen Parts wieder verloren. Dennoch waren sie gut und ich bin froh, sie endlich gesehen zu haben. Mad Sin aus Berlin fand ich überraschenderweise sehr cool, obwohl Psychobilly gar nicht so mein Ding ist. Hat aber Spaß gemacht. Mit Bouncing Souls war nun mein persönlicher Favorit dran. Feinster Punkrock aus den Staaten, eingängig und bisweilen hymnisch. Daß der Sänger nicht so ganz ins Klischee passen wollte und irgendwie deplaziert wirkte, machte der zugestochene, muskulöse (ser leckere) Bassist wieder wett J . Nun folgten Boysetsfire, die sich leider mit dieser Tour vom Musikbiz verabschieden wollen. Sehr schade, denn auch bei diesem Konzert haben sie bewiesen, dass sie eine der ganz großen im Emo Bereich sind/waren/bleiben werden. Pennywise beendeten diesen Abend und machten Ihrem Namen als authentische Punkrockkapelle alle Ehre. Nach den 12. Song konnte man zwar echt keinen Unterschied mehr zwischen den Tracks erkennen, Spaß hat es aber dennoch gemacht.
Insgesamt ein toller Abend, bei dem höchstens der Moshpit genervt hat...aber das gehört nun mal dazu.
Traurig und schade ist das!!! Ein Festival mit einem so ausgesucht tollen Line-Up, dass ich es um nichts hätte verpassen wollen und sogar einem Freund absagen musste, für den ich eigentlich an diesem Wochenende hätte auflegen solle. Und wie viele Gäste waren da? 700, wenn man beide tage zusammenrechnet. Ich will gar nicht wissen, wie groß die Verluste der Veranstalter waren... Aber nichtsdestotrotz war es ein absolutes Highlight des Sommers!
Neben Bands, die ich unbedingt live sehen wollte wie zum Beispiel My Latest Novel, Gravenhurst, Forward Russia!, The Robocop Kraus und Amusement Parks On Fire haben noch soooo viele andere Bands gespielt, von denen ich noch nie was gehört hatte und die allesamt grandios waren! Lediglich 2 der Bands die ich gesehen habe haben mich nicht überzeugt!
Meine Höhepunkte des Festivals waren: Kubichek!, Ravonettes, Hot Club De Paris, Forward Russia!, My Latest Novel, Gravenhurst und Monoland.
Ich war völlig überwältigt von so viel guter Musik und muß mir jetzt erst mal ne ganze Menge neue CDs zulegen, befürchte ich....

Unverhofft kommt oft und so reiste ein ganzer Pulk von KRIEGERBEATZ Stammleuten in letzter Minute doch noch zum HURRICANE-Festival.
Absolute Highlights des Wochenendes waren The Gossip (was eine Tonne, was eine Stimme, die Frau ist der Hammer!!), Sigur Ros (du hattest immer Recht, Alex), Blackmail , Billy Talent und nicht zu vergessen The Weepies .
Enttäuschend waren leider Live (eine meiner absoluten Lieblingsbands, der Sänger sollte sich aber mal um sein Ego kümmern), Archive (ansonsten live der absolute Hammer; waren diesmal unstimmig und bei jedem Song, der vom neuen Sänger dargeboten wurde, total fade)
Das größte Ärgernis war allerdings der WM-bedingte Ausfall von Nada Surf . Wenige Minuten, bevor Nada Surf spielen sollten (wir waren alle schon vor der Bühne versammelt) verkündete Ollie Schulz (ohne den Hund Marie) dass Nada Surf nach hinten verlegt wurden und jetzt erstmal Fußball über die Leinwände gezeigt wird. Wie sich später rausstellte, war nie geplant, Nada Surf zu verlegen, sie sollten einfach gecanceled werden. Die Band spielte dann in der Halbzeit 4 Songs, mussten dann aber wieder von der Bühne, woraufhin das Publikum eine Protestschreien anfing, wie ich es selten erlebt habe. Das war die beschissenste Aktion, die ich auf einem Festival je erlebt habe. Schließlich hatten wir Geld gezahlt um Musik zu hören und nicht um die verdammte WM zu sehen!!! Grrrrrrrrrr
Aber der absolute Höhepunkt des Wochenendes war der echte Hurricane, der am Sonntag Abend über das Gelände fegte und absolut alles unter Wasser setzte. Daß aufgrund dieses Unwetters Muse nicht spielen konnten, weil man befürchtete, die Bühne könnte umkippen (bzw Teile der Bühne runterstürzen) war zwar schade, aber so beeindruckend wie das Wetter hätten Muse eh nicht sein können.
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